Über dieses Projekt

Am 26.10.2016 hat der Bergische Bote einen Bericht über dieses Projekt veröffentlicht, der die Hintergründe und die Motivation für bergisch-regional.de sehr schön beschreibt:


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Neue Webseite: Einkaufen direkt beim Bauern

Von Sven Schlickowey am 26. Oktober 2016

Berg. Land “Schuld” waren wieder mal die Milchpreise. Als die Anfang Mai in den Keller gingen, stieß Hilger Müller in den sozialen Netzwerken immer häufiger auf Menschen, die ihre Milch lieber vor Ort als im Supermarkt einkaufen wollten – oftmals aber gar nicht wussten, wo das geht. “Viele wollten die Bauern unterstützen, hatten aber keine Ahnung wie”, erinnert sich Müller.

Kurz zuvor hatte der Projektingenieur noch befreundeten Landwirten geholfen, deren Milchtankstelle ein wenig im Internet zu bewerben. Diese beiden Dinge brachte er nun einfach zusammen – und erweiterte dies um Fleisch und andere Produkte. Herausgekommen ist die Website bergisch-regional.de, auf der alle Milchtankstellen, Hofläden und andere Direktvermarktungsansätze von Bauern in der Region gesammelt werden. Und auf der Verbraucher herausfinden können, welcher Landwirt in der Nähe was anbietet.

“Ich bin ja selber immer auf der Suche nach solchen Einkaufsmöglichkeiten”, beschreibt Hilger Müller sein Interesse an dem Projekt. Zwar habe es in der Vergangenheit Zeitungsbeilagen und auch diverse Webseiten gegeben, sagt er. Wirklich aktuell, umfangreich und auf die Region zugeschnitten sei aber keines dieser Angebote gewesen. “Zumindest ist mir keines bekannt.”

Also schuf Müller selbst Abhilfe. “Ich habe erstmal im Internet und auf Facebook gesammelt”, beschreibt er die Entstehungsgeschichte. Anschließend habe er jeden Anbieter angerufen, um sich zu erkundigen, ob die Informationen aktuell seien. “Ich wollte ja nicht direkt zu Beginn Karteileichen aufnehmen.”

Über 40 Verkaufsstellen umfasst das Angebot bisher. Von der Straußenfarm über die Saftkelterei bis zum Geflügelhof, von Solingen über Bergisch Gladbach bis Lohmar. Anspruch auf Vollständigkeit erhebe die Liste natürlich nicht, sagt Müller. “Ich war selber überrascht, was es da schon alles gibt. Und ich bin mir sicher, dass es da noch viel mehr gibt.”

Deswegen können sich Anbieter über ein entsprechendes Formular mit Adresse, Öffnungszeiten und Angebot eintragen. So soll die Datenbank weiter wachsen. Und damit auch der Nutzen für die Kunden.

Hilger Müller übrigens betreibt die Seite ohne eigenes finanzielles Adresse. “Das ist ein Hobby”, sagt er. Es habe sogar schon Anfragen gegeben, ob man auf der Seite nicht Werbung schalten könnte. “Aber das ist ja nicht Sinn der Sache.”